Gefaltete Schönheit - Meisterwerke der Serviettenfaltkunst

Gefaltete Schönheit - Meisterwerke der Serviettenfaltkunst Vom 8. September 2010 bis 23. Januar 2011 findet in Wien die Ausstellung Gefaltete Schönheit - Meisterwerke der Serviettenfaltkunst statt.

Die Kunst des Faltens von Papieren und Geweben ist nicht, wie die intensive Verbreitung der japanischen "Origami"-Papierfaltkunst vermuten lassen würde, eine japanische Erfindung. In vielen Ländern, vor allem in der westlichen Welt, existiert eine um Jahrhunderte ältere Falttradition.

Der katalanische Faltkünstler Joan Sallas ist einer der wenigen, der diese Fertigkeit noch beherrscht. Mit unglaublicher Passion recherchierte er den Ursprung und die Entwicklung der Serviettenfaltkunst und präsentiert in Wien speziell für das Hofmobiliendepot vor Ort gestaltete Beispiele seiner Arbeit.

Die Geschichte der Faltkunst geht bis in die Antike zurück. Alle Kulturen entwickelten ihre speziellen Falttraditionen, die sich wechselseitig befruchteten. In Europa wurde dafür Pergament, Papier und Stoff verwendet.

Einfache Leinenservietten waren bereits im Mittelalter verbreitet. Die künstlerisch gestaltete Serviette kam jedoch erst mit der Verfeinerung der Tischsitten in der Renaissance auf die fürstliche Tafel. Im Barock erreichte diese Kunst im deutschsprachigen Raum ihren Höhepunkt. In Nürnberg etwa wurden Serviettenfaltschulungen für alle Bürger angeboten. An allen westeuropäischen Höfen, aber auch auf den Tischen des gehobenen Bürgertums war die gefaltete Serviette ein Ausdruck des Wohlstands.

Besonders eindrucksvoll waren die aus meterlangen Leinengeweben gefalteten Schlangen, Fische, Vögel und Kleinarchitekturen wie Schlösser und sprudelnde Tischbrunnen, die mit ihrem tiefsinnigen, symbolischen Inhalt die Tafel zierten. Mehrere eindrucksvolle Beispiele werden in der Ausstellung zu sehen sein. Ende des 18. Jahrhunderts verlor diese Kunst allmählich an Bedeutung, nur die kunstvoll gefaltete Mundserviette blieb bis heute in Verwendung und erlebt derzeit in der gehobenen Gastronomie eine neuerliche Renaissance.

In der Ausstellung werden etwa 40 aus Leinen gefaltete "Schaugerichte" (Tischaufsätze) präsentiert. Manche davon werden in mehrwöchiger Arbeit hergestellt. Dazu werden 150 aus Leinen gefaltete "Mundserviettenstücke" (Mundtücher) aus den verschiedensten Faltfamilien gezeigt. Besucher können unter Anleitung selbst verschiedene Falttechniken ausprobieren und sich in Workshops für Kinder und Erwachsene zu Faltexperten fortbilden.

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